Den Winter müssen Jägers nicht fürchten

BauherrFamilie Jäger
OrtVogt
KategorieSerie Schwäbische Zeitung
Jahr2012

In dem Neubau in Vogt funktioniert die Heizung – Vor Weihnachten soll eingezogen werden

Die Fliesen sind schon da. Fridolin und Ulrike Jäger (von rechts) mit Bauunternehmer Ralf Euperle in ihrem fast fertigen Haus in Vogt.

(Foto & Bericht: Meike Stolp) Bericht der Schwäbischen Zeitung am 10.11.2012

Um es vorweg zu nehmen: Alles ist nicht perfekt gelaufen. „Das kann man nicht verhindern“, sagt Bauunternehmer Ralf Euperle, der für die Vogter Familie Jäger im Neubaugebiet „Lange-Furt-Weg-Erweiterung“ ein Haus baut, dessen Entstehung die Schwäbische Zeitung seit Beginn begleitet. Die Jägers nehmen es gelassen hin. Die Wände stehen, die Anschlüsse liegen alle, die Fliesen für Bad und Boden und die Türen für die Räume sind alle schon da. Noch vor Weihnachten soll eingezogen werden.


Um ihren Umzug machen sich Jägers jetzt mehr Gedanken als übernoch zu vertauschende Fenster und ein verdreht eingebautes Fundament für die Wärmepumpe. „Da kommt viel zusammen bei so einem Fünf-Personen-Haushalt“, sagt Ulrike Jäger. „Wir hoffen, dass das Wetter hält“, ergänzt ihr Mann Fridolin. Auch die Kinder sind schon aufgeregt. „Linda fragt jeden Tag“, sagt Ulrike Jäger. Linda ist die jüngste Tochter: Sie ist vier Jahre alt.
Zumindest zieht die fünfköpfige Familie in ein warmes Haus. Denn auch die Heizung, Fußboden- und Holzofenheizung, funktioniert bereits. „Ich mag den Ofen“, sagt Ulrike Jäger und strahlt. Ein Haus mit Holzofen, sagt sie, hat sie sich immer gewünscht. Das gehört für sie dazu, zum Heim. Der Kaminkehrer hat den Holzofen auch bereits abgenommen.

Mit ihrer Entscheidung gegen Gas- und Ölheizung liegen die Jägers im Trend: Laut statistischem Landesamt sind regenerative Energieformen weiter auf dem Vormarsch. Bei rund 45 Prozent der 2011 in Baden-Württemberg genehmigten Gebäude wurde als vorwiegend genutzte Heizenergie eine erneuerbare Energieart oder eine Wärmepumpe gewählt. Bei den Jägers steht jedenfalls eine Wärmepumpe neben dem Haus.
   

Diese Wärmepumpe hat indirekt zu Ärger geführt, weil aufgrund eines Planungsfehlers das Fundament falsch eingebaut wurde, um 90 Grad verdreht. Deshalb musste es wieder herausgebrochen und neu gemacht werden. Der entscheidende Punkt sei ja auch nicht, dass mal etwas schief gehen kann, sagt Bauunternehmer Euperle, sondern, dass man den Fehler schnell behebe. „Wir machen das selbst oder mit den Unternehmen immer so: Erst wird das Problem behoben und hinterher wird geschwätzt“, sagt Euperle. Und das sei auch ein Vorteil vom Leben und Bauen auf dem Land. Euperles beispielsweise arbeiten in 80 Prozent der Fälle immer wieder mit denselben Unternehmen zusammen. Man kennt sich, man kennt die Fehler, man weiß, wie man miteinander umgehen muss.

In größeren Städten könne dies durchaus anders sein, hört Euperle von Kollegen, die in diesen Städten arbeiten. Auch das Vertrauen zwischen Bauunternehmer und Bauherr ist sicher ein anderes, wenn man sich kennt. „Wir treffen uns jetzt ein Mal die Woche, da klärt man die Sachen, die anfallen", sagt Fridolin Jäger. Und manchmal sehe der Bauherr früher als der Bauunternehmer, wenn etwas verbesserungswürdig sei, sagt Euperle.
Die Jägers haben übrigens beim Hausbau auch aktiv mitgeholfen: Sie werden die Wände im großen Kellerraum streichen und sie haben bereits die Dachunterseite gestrichen. Dafür sind sie auch auf ein Gerüst geklettert. „Bis ins höchste Eck bin ich aber nicht“, lacht Ulrike Jäger. Aber: „Wenn es möglich ist, möchten wir auch etwas selber machen“, sagt ihr Mann. Da könne man dann später auch Besuchern zeigen, wo man selbst am Eigenheim mitgearbeitet hat, sagt Ralf Euperle.

(Erschienen auf schwaebische.de am: 09.11.2012 15:30)


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